Ohne Musik geht es nicht. Salafismus und „Nasheeds“ (Anasheed) in Deutschland

Claudia Dantschke

Abstract


Nasheeds sind also eine eigene Form der Verbreitung radikaler Ideologie - reduziert auf das Wesentliche und emotional unterlegt. Am Beispiel des 21jährigen Arid Uka, der am 2. März 2011 im Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschoss und zwei weitere verletzte, zeigte sich, dass derartige Nasheeds zu einem Radikalisierungsprozess dazu gehören. Als sich Uka zur Tat entschlossen auf den Weg zum Flughafen begab, hörte er auf seinem iPod den Nasheed von Mounir Chouka „Mutter bleibe standhaft, dein Sohn ist im Jihad“. Kurz zuvor hatte er auf seiner Facebook-Seite dem damals unter dem Alias-Namen Abou-Maleeq als Pop-Jihad-Nasheed-Sänger durch die Lande ziehenden Denis Cuspert seine Bewunderung zum Ausdruck gebracht, in dem er schrieb „Abou Maleeq, ich liebe Dich für Allah!“.

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Schlagworte


Nasheed; Chouka; Arid Uka; Terrorismus

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Literaturhinweise


Dantschke, Claudia. 2013. "Pop-Jihad". History and Structure of Salafism and Jihadism in Germany. ISRM Working Paper Series 02/13.

———. 2013. You are our future! - Muslim Youth Subcultures in Germany and Salafi ‘Pop-

Jihad’. ISRM Working Paper Series 01/13.

Dantschke, Claudia, Ahmad Mansour, Jochen Müller, and Yasemin Serbest. 2011. Ich lebe nur für Allah - Argumente und Anziehungskraft des Salafismus. Berlin: ZDK

Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH - Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus.




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