Zur Zusammenarbeit privatrechtlicher Initiativen und staatlichen Organisationen in Ausstiegsprozessen aus politisch radikalen Bewegungen

Bernd Wagner

Abstract


Seit der Entwicklung der staatlichen und privatrechtlichen Tätigkeitslinien in den Hilfen zum Ausstieg aus politisch radikalen Bewegungen in Deutschland um die Jahrtausendwende, hält die Diskussion zur Frage der Konkurrenz und der Kooperation an. Selten wird diese Debatte in der Literatur sichtbar, mitunter in den Tagesmedien, stärker in den Bereichen für Budgetierungen politischer und verwalterischer Verantwortungsträger und den verschiedenen Tagungsdiskursen. Der eher klandestine Charakter der Debatte ist allerdings dem Vorankommen der Sache im strategischen Sinne wenig zuträglich, da der offene Austausch öffentlich prüfbarer Argumente nach politischen, ethischen und wissenschaftlichen Kriterien in nur einem geringen Maße erfolgt. Hier sollte eine Umsteuerung durch alle Beteiligten angestrebt werden.

Grundlegend betrachtet ist diese jeweils in unterschiedlichen Schärfen und Graden von Sachlichkeit und Kompetenz geführte Diskussion deshalb nicht immer zweckmäßig, da sie weniger von inhaltlichen Überlegungen anzustrebender sinnvoller Arbeitsteiligkeit getragen ist und den Aspekt des Affektiven aus politischer, ideologischer und wirtschaftlicher Sicht stärker betont. Nicht selten ist ein ausgeprägter und kenntnisarmer Subjektivismus anzutreffen. Das Geschehen wird dabei oft in Rahmen politischer, behördlicher und staatsstrukturelle Konkurrenzen und in Folge schwacher ökonomischer Ressourcen der privatrechtlichen Initiative deutlich angefeuert. Gerne werden aus politischer Präsentabilität Inhalte präferiert, die den Schein gegenüber der Substanz bevorzugen.

Für den vollständigen Artikel als PDF können Sie sich hier kostenlos anmelden:

http://journals.sfu.ca/jed/index.php/jex/user/register

 


Schlagworte


Staatliche Institutionen; Zivilgesellschaft

Volltext:

Volltext


edition widerschein