Angehörigenberatung und Deradikalisierung. Theoretische und praktische Implikationen, sowie erster inhaltlicher Bericht über die Beratungsstelle Hayat.

Claudia Dantschke, Daniel Köhler

Abstract


Ratsuchende Angehörige von Personen, die sich radikalen islamistischen Gruppen zuwenden oder bereits zugewendet haben, konnten in Deutschland bis vor kurzem nur auf ein schwach entwickeltes Beratungs- und Unterstützungsprogramm zurückgreifen. Bisherige Erfahrungen in solcherlei oder ähnlichen Beratungssituationen fanden sich - neben der ZDK gGmbH - bei Verfassungsschutzämtern sowie bei Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten der christlichen Kirchen und den mit ihnen im Bereich der Sektenarbeit kooperierenden Eltern- und Betroffeneninitiativen, wie z.B. die Eltern- und Betroffenen-Initiative gegen psychische Abhängigkeit - für geistige Freiheit e.V. Berlin-Brandenburg. Die sicherlich ebenfalls vorhandenen Beratungserfahrungen islamischer Gemeinschaften wurden bisher nicht publiziert oder der Öffentlichkeit durch Fachkonferenzen o.ä. bekannt gemacht. Seit Ende 2011 arbeitet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an der Aufstellung eines bundesweiten Beratungsnetzwerkes, welches eine Telefonhotline zur Weitervermittlung an regionale Partner zur individuellen Betreuung beinhaltet.

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Schlagworte


Islamismus, Hayat, Familie, Angehörige

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