Meinen eigenen Weg gehen

Marius Augustin

Abstract


Meinen eigenen Weg gehen und nicht dem Mainstream zu folgen, war mir immer wichtig. Aber damit ist das nicht automatisch gut: Ich habe zwar einige Jahre nicht blind dem Mainstream gefolgt – aber dennoch war mit Ideologie und Einstellung gefährlich. Ich selber habe tatsächliche und vermeintliche Missstände in der Gesellschaft kritisiert und immer getan als hätte ich die Lösung für alle Probleme in der Tasche. Mein Feindbild stand fest: das „BRD-System“ oder die „Linken“ waren schuld.

Jedoch stellt diese Selbstreflexion keine Abrechnung, keinen zornigen Rückblick dar und kein Versuch mich im Nachhinein zu rehabilitieren. Ich war in meinen Funktionen und in meinen Tätigkeiten zu keinem Zeitpunkt Opfer irgendwelcher Missstände. Nein, ich war ein Täter! Ich war von dem was ich tat überzeugt und wollte andere Menschen überzeugen. Meine Vorstellungen vom Nationalismus waren die einfache Antwort auf alle Probleme und braute an diversen Stellen an einer braunen Suppe mit die ungenießbar ist, wenn sie verwirklicht werden sollte. Das ist meine klare Verantwortung, der ich auch nicht ausweiche. 


Schlagworte


Rechtsextremismus; Islamismus; Linksextremismus; Freiheitsfeindlichkeit, Radikalisierung; Deradikalisierung; Demokratie, demokratische Kultur, Grundrechte

Volltext:

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