Modellprojekt der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH im Rahmen der Initiative EXIT-Deutschland am Beispiel des Landkreises Dahme-Spreewald Familien stärken – gegen Extremismus und Gewalt, 2010

Bernd Wagner, Fabian Wichmann, Prof. Dr. Dierk Borstel

Abstract


1.1 Demokratische Kultur und Extremismus

Die Bürgergesellschaft hat sich angesichts starker Bedrängung durch extremistische Bestrebungen und ihrer Gewalt in den letzten Jahren stärker denn je für die Sicherung demokratischer Kultur eingesetzt. Seit der deutschen Einheit ist eine Vielfalt von Aktivitäten und Initiativen entstanden. Staat und Politik unterstützen dabei grundsätzlich die von Bürgern getragene Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Dabei kommen auf der Ebene von Bund und Ländern unterschiedliche Interessen, Dimensionen und Präferenzen zum Zuge. In der Hauptsache werden Initiativen und Projekte forciert, die die Demokratie als Wert befördern. Damit soll eine Immunisierung gegen den Ungeist des rechten Extremismus bewirkt werden. Rechtsextremismus soll tabuisiert, stigmatisiert und seine Träger aus dem demokratischen Kontext ausgegrenzt und ihre Wirkungsmacht durch Frontenbildungen eingeschränkt werden. Die Ideologien und Handlungsweisen von Rechtsextremisten werden geächtet, Bildung und Aufklärung über Demokratie und die Gefahr des Rechtsextremismus unter Verweis auf seinen historischen und verbrecherischen Schrecken dagegengesetzt. Im staatlichen Bereich wird zugleich auf Repression gesetzt, welche die Ächtungstendenz verstärken und Elemente der Abschreckung, besonders gegenüber Gewalttätern, bewirken sollen. Das erschien nach den anomischen Verhältnissen in den frühen 1990er Jahren auch dringend geboten.

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Schlagworte


Modellprojekt; Familienberatung; Extremismus; Gewalt

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